Aktuelles
Lockdown verlängert
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- Zuletzt aktualisiert: Sonntag, 19. April 2020 08:18
- Veröffentlicht: Sonntag, 19. April 2020 07:20
- Geschrieben von Birgit Schulte
In der vergangenen Woche wurde der Lockdown in Nepal ein weiteres Mal verlängert und es steht zu befürchten, dass auch nach dem jetzt festgelegtem Datum – dem 27.4. – weitere Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie nötig sein werden.
Wir erleben gerade selbst einschneidende Veränderungen unseres Lebens. Kontaktsperre und Abstandsgebote, Kurzarbeit und Zukunftssorgen sind Alltag geworden. Und wir verstehen, dass viele gerade doppelt nachdenken müssen, ob sie durch eine Spende andere unterstützen können. Trotzdem wenden wir uns mit der Bitte um Unterstützung an Sie. Wir möchten die Familien im Projektgebiet mit der Verteilung von Lebensmittelpaketen entlasten.
In Nepal hat es eine deutliche Teuerung bei Nahrungsmitteln gegeben. Das geht für die Familien weit darüber hinaus, dass mal ein Regal im Supermarkt etwas leerer als gewöhnlich ist.
Zudem leben auch in normalen Zeiten viele nepalesische Familien von der Hand in den Mund. Beschäftigungen auf täglicher Basis sind Alltag, auch für viele Eltern unserer Patenkinder. Sie haben vielleicht schon in unserem Newsletter über die Lebensbedingungen in den Ziegelfabriken gelesen. Genau diese Menschen, die sowieso schon kaum überleben können, sind jetzt am stärksten von Preissteigerungen und Verknappungen betroffen. Sie haben keine Rücklagen, die sie durch die Zeit des Lockdowns bringen. Arbeiten und Geld verdienen dürfen sie gerade nicht. Diese Menschen machen sich mehr Sorgen darüber zu verhungern als an Covid-19 zu erkranken. Die versprochene Unterstützung von der Regierung kommt zu langsam an. Inzwischen versuchen viele Arbeitsmigranten wieder in ihre Heimatdörfer zu gelangen. Es gibt Schleuser, die damit Geld verdienen, Menschen mit Fahrzeugen aus Kathmandu rauszuschmuggeln – der Ausgangssperre zum Trotz. Der erhoffte Gewinn lässt sie über das Risiko einer Verhaftung hinwegsehen.
Andere Nepalesen machen sich mit ihren wenigen Habseligkeiten zu Fuß auf den langen Weg in ihre Heimatdörfer, manche gehen lieber Hunderte Kilometer weit als im Kathmandu-Tal zu bleiben, wo sie weder ihre Mieten noch für Lebensmittel zahlen können.
Noch haben uns keine Nachrichten erreicht, dass Patenkinder und ihre Familien Chaling/Kharipati verlassen haben, aber wir befürchten, dass zum Zeitpunkt der Wiedereröffnung der Schulen nicht alle Kinder zum Unterricht erscheinen werden.
Mit der Verteilung von Nahrungsmitteln an die Projektfamilien, die ihren Lebensunterhalt mit Tagelöhnerarbeiten bestreiten, wollen wir ihnen neben genug zu essen auch Hoffnung geben. Familien, die ein eigenes Stück Land haben, sind momentan noch nicht so arg in Bedrängnis. Sie haben eine Reserve bzw. können sich noch für eine kurze Zeit selbst versorgen. Sollte der Lockdown noch ein weiteres Mal verlängert werden, wovon auszugehen ist, müssen auch sie sich vor dem Hunger fürchten.
Bitte helfen Sie uns mit einer Spende, damit bei allen Ängsten in dieser schweren Zeit die Patenkinder zumindest nicht hungern müssen.
Saraswoti Kinderhilfe e.V.
Raiffeisenbank Isar-Loisachtal eG
IBAN: DE92 7016 9543 0002 7232 20
BIC: GENODEF1HHS
Vermerk: Lebensmittel
Wir danken Ihnen schon jetzt von Herzen für Ihre Hilfe!
Lebensmittelspenden
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- Zuletzt aktualisiert: Sonntag, 19. April 2020 07:21
- Veröffentlicht: Montag, 13. April 2020 08:55
- Geschrieben von Annette Berger
Seit 24. März herrscht in Nepal der „Lockdown“ , die allgemeine Ausgangssperre bis (vorerst) 15. April. In den Dörfern sagen die Menschen, sie haben einige Vorräte und bleiben daheim, sie können Tage oder Wochen zurechtkommen. In den Städten, wo die Menschen keine Lebensmittel durch eigene Ernten haben, wo sie keine Kühlschränke und damit wenig Möglichkeit zum Lagern haben, ist die Situation schwierig. Tragisch wird es dann für die vielen Tagelöhner, die u.a. in den Ziegelfabriken arbeiten. Diese Menschen haben oftmals nur eine Mahlzeit am Tag, für mehr reicht der Verdienst nicht. Und wenn dieser Verdienst dann wegfällt, wird die Situation schnell zur Katastrophe.
Auch unsere Partner vor Ort müssen die von der Regierung verhängte Ausgangssperre einhalten. Sobald sie aufgehoben wird, wollen wir gemeinsam den Menschen in der Ziegelfabrik sowie unseren Patenfamilien in Chaling und Kharipati mit Lebensmittelpaketen helfen. Bitte unterstützen Sie uns dabei:
Saraswoti Kinderhilfe e.V.
Raiffeisenbank Isar-Loisachtal eG
IBAN: DE92 7016 9543 0002 7232 20
BIC: GENODEF1HHS
Vermerk: Lebensmittel
Newsletter und Reisebericht
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- Zuletzt aktualisiert: Montag, 13. April 2020 09:31
- Veröffentlicht: Montag, 13. April 2020 08:45
- Geschrieben von Birgit Schulte
Heute beginnt in Nepal das neue Jahr 2077 – wie bei uns unter ganz ungewohnten Umständen. Man kann sich nur wünschen, dass das neue Jahr eine baldige Rückkehr zur Normalität bringen wird.
Während unserer Reise im Februar konnten wir noch einen unbeschwerten Aufenthalt genießen. Darüber sind wir unendlich dankbar.
In unserm aktuellen Newsletter sowie meinem Reisebericht möchten wir unsere Erlebnisse mit Ihnen teilen. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen.
Alles Gute, Gesundheit, Glück und Freude für das Jahr 2077!
Aakriti kann operiert werden!
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- Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 19. März 2020 19:00
- Veröffentlicht: Donnerstag, 19. März 2020 18:59
- Geschrieben von Birgit Schulte
Nur wenige Tage nach dem Spendenaufruf konnten wir heute die gute Nachricht nach Nepal weitergeben, dass Aakriti operiert werden kann. Das Mädchen ist glücklich und hofft, dass sie bald wieder ein normales Leben führen kann. Ihre Eltern sind erleichtert, dass Aakriti die Operation ermöglich wird, ohne dass sich die Familie über Jahre hinaus verschulden muss.
Noch ist nicht klar, wann die OP stattfinden wird. Aakriti muss zuvor Medikamente, die sie aktuell nimmt, absetzen. Zudem wissen wir nicht, inwieweit momentan planbare Eingriffe in nepalesischen Krankenhäusern durchgeführt werden und für wie dringend die Operation eingeschätzt wird.
Wie freuen uns auf jeden Fall, dass wir heute mit der erfolgreichen Spendenaktion, gute Nachrichten verkünden können. Von schlechten Botschaften haben wir alle genug.
Herzlichen Dank an alle großzügigen Spender, die Aakriti die Hoffnung wiedergegeben haben!
SEE wird verschoben
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- Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 18. März 2020 20:20
- Veröffentlicht: Mittwoch, 18. März 2020 20:14
- Geschrieben von Birgit Schulte
Eigentlich sollte ab morgen das SEE-Examen am Ende der 10. Klasse stattfinden, jetzt wurde es auf unbestimmte Zeit verschoben. Zuvor hatten Eltern diesen Schritt vehement eingefordert. Das Examen findet in zentralen Prüfungszentren statt. Die Sorge, dass sich die Schüler dabei mit dem Corona-Virus anstecken könnten, war sehr groß. Bis heute sah alles danach aus, dass die Regierung das SEE trotzdem durchziehen würde. Gegen die Versetzungsprüfungen hatte es ähnliche Bedenken gegeben, wenn auch nicht ganz so gravierend, da dieses Examen in normalen Klassenverband abgehalten wird. Heute war der letzte Prüfungstag, ab morgen bleiben die Schulen geschlossen.
Quasi in letzter Sekunde kam also heute die Absage des SEE, nicht die einzige Maßnahme, die jetzt getroffen wurde, um eine Ausbreitung des Virus zu minimieren. Bereits letzte Woche wurde die Vergabe von Visa bei der Einreise am Flughafen eingestellt. Es war noch möglich, bei Botschaften ein Visum zu beantragen, wenn man einen negativen Covid-19-Test vorweisen konnte. Ab kommenden Freitag ist die Einreise für Reisende aus Europa, Großbritannien, Westasien, den Golfstaaten und anderen Ländern wie Iran, Türkei, Südkorea, Malaysia und Japan komplett verboten. Das gilt auch für Nepalesen, die aus diesen Ländern nach Hause wollen. Das Verbot gilt vorerst bis zum 15. April.
Die größte Beeinträchtigung, die die Familien in unserem Projektgebiet erleben, ist die Verknappung und Verteuerung von Lebensmitteln, Medikamenten, Gas zum Kochen und anderen Gütern. Während leere Regale bei uns eher ein Ärgernis sind, müssen die Nepalesen das zum wiederholten Male erleben. Nach dem Erdbeben und der Grenzblockade zu Indien im selben Jahr war die Situation in den Läden und an den Tankstellen dramatisch.
Offiziell gibt es in Nepal bisher erst einen bestätigten Corona-Fall, der Patient ist inzwischen wieder genesen. Die Verunsicherung in der Bevölkerung ist natürlich trotzdem riesig. Stimmen die Zahlen, erfahren wir die Wahrheit, wie viele Fälle sind unerkannt? Und man kann sich vorstellen, wie viele Familien sich um ihre Angehörigen, die im Ausland arbeiten (meist in den Golfstaaten), Sorgen machen.
