Aktuelles

Treffen mit den Lehrern

Heute haben wir uns mit dem Direktor und allen Lehrern der Shree Radhakrishna Lower Secondary School zusammengesetzt, um Ideen und Vorstellungen zur weiteren Zusammenarbeit auszutauschen. In den sieben Jahren Projektarbeit ist uns bei jedem Besuch aufgefallen, dass die Schülerzahlen zurückgehen. Auch manche Patenkinder wurden von ihren Eltern von der Schule genommen. Einige besuchen jetzt Privatschulen. So geht es vielen staatlichen Schulen. Sobald die Eltern es sich leisten können, schicken sie ihre Kinder in die besseren Schulen. Besonders dass die Unterrichtssprache Englisch ist, wird für die Eltern immer wichtiger.

Deshalb möchte auch die Schule in Chaling gerne von „Nepali Medium“ auf „English Medium“ umstellen. Die Lehrer sprechen allerdings selbst teilweise nur bruchstückhaft Englisch. Es gibt spezielle Lehrerschulungen, um die Pädagogen an die neue Unterrichtssprache heranzuführen. Für uns stellt sich nun die Frage nach Aufwand, Kosten und anschließendem Nutzen der Schulung. Wir warten auf weitere Infos, um dann eine Entscheidung zu treffen.

Das Gespräch mit den Lehrern war auf jeden Fall ein Erfolg, da sich eine angeregte Diskussion entwickelt hat, die hoffentlich eine weitere gute Zusammenarbeit begründen wird.

Schulbesuche

Heute haben wir den Tag mit einem Besuch an der Shree Krishna Higher Secondary School in Kharipati begonnen. Diesmal waren wir früh genug da, um die Schüler der 11. und 12. Klasse zu treffen, die von 6 Uhr bis 10 Uhr Unterricht haben. Nach der Verteilung der Patenpost, haben die Schüler gleich Antworten geschrieben, bevor sie sich auf den Heimweg machten. Auch von den jüngeren Schülern hatten einige ihre Post noch nicht erhalten. Heute haben wir fast alle Patenkinder angetroffen, lediglich zwei Schüler in Kharipati haben ihre Briefe noch nicht bekommen.

Nachdem wir hier viele glückliche Gesichter gesehen haben, ging es mit dem Taxi weiter nach Chaling. Bei unserem ersten Besuch vor zwei Tagen waren die Klassen ja enttäuschend schwach besetzt. Heute, bei strahlendem Sonnenschein, erwartete uns ein besseres Bild. Und die Verteilung der Post hat sich richtig gelohnt. Nacheinander wurden die Patenkinder klassenweise nach draußen gerufen, um sich ihre Grüße abzuholen. Am Ende blieb nur ein einziger Brief übrig, den wir natürlich auch noch an die richtige Adresse bringen werden. Auch für die Patenkinder ohne Post hatten wir kleine Mitbringsel dabei, um niemanden mit leeren Händen wegschicken zu müssen. Aber die Freude über einen persönlichen Gruß, ein paar Fotos oder Postkarten ist immer deutlich größer.

Positive Veränderungen

Bei den heutigen Familienbesuchen fiel uns auf, dass an einigen Häusern Handwerker bei der Arbeit waren. Seit die Kommunalverwaltung in Bhaktapur eine Verordnung erlassen hat, dass alle Haushalte eine Toilette besitzen müssen, wird diese auch umgesetzt. Die Familien erhalten für den Bau der sanitären Anlagen auch finanzielle Unterstützung. Es wird genau kontrolliert, dass die Gelder tatsächlich für den vorgesehenen Zweck verwendet werden.

Bei unserer langen Tour von Familie zu Familie profitieren wir von der neuen Verordnung. Bei Srijanas Familie nutzen wir alle die Toilette und freuen uns über die Verbesserung der Lebensbedingungen.

Ein Tag mit Familienbesuchen

Auch wenn der Fokus der diesjährigen Reise wieder mehr auf die Projektschulen gerichtet ist, so sind wir heute früh aufgestanden, um einige Patenfamilien zu besuchen. Von der Hauptstraße aus ging es rechts ab, zu einer der vielen Ziegelfabriken. Von dort aus gingen wir zu Fuß weiter, den Hügel hinauf zu Petras Patenkind Anjali. Am Haus wurden wir bereits erwartet, Anjali zeigte Petra das Haus und anschließend gab es für alle einen leckeren Masala-Tee. Während die Besucher bei Anjalis Familie verweilten, ging ich mit Abishek und seinem kleinen Bruder nach nebenan zum Haus ihrer Großeltern. Die Jungs waren fröhlich und ließen sich bereitwillig fotografieren. Als der Großvater aus dem Haus kam, brachte er einen Brief von Abisheks Patin mit, um sich einige Passagen erklären zu lassen. Interessiert hörte er Radhesyams Worten zu, der zwischenzeitlich zu uns gestoßen war.

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Angekommen

Nun sind wir alle vier in Nepal angekommen und haben uns gleich in den großen Trubel gestürzt. Heute stand der erste Besuch an den Schulen auf dem Programm. Im Regen ging es von Bhaktapur aus zuerst nach Chaling. Der Weg war für unseren Fahrer teilweise eine Herausforderung, durch Matsch ging es mühsam bergauf, wir wollten schon aussteigen, aber tapfer ging es bis fast zur Schule. Leider waren die Klassen heute sehr schwach besetzt, da viele Schüler sich den Weg über schlammige Pfade erspart haben. Deshalb ging es schnell wieder bergab, genauso abenteuerlich, um auch noch der Schule in Kharipati einen Besuch abzustatten. Hier trafen wir fast alle Patenkinder an, nur die Großen aus der 11. und 12. Klasse hatten bereits Schulschluss. Alle anderen bekamen glücklich die Post ihrer Paten überreicht. Wie immer war die Aufregung riesig und Briefe, Fotos und Geschenke wurden stolz herumgezeigt. Auch für uns gehören die Verteilaktionen immer zu den Highlights an den Schulen.

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